Das ist die Frage aller Fragen. Um Euch teure Fehlinvestitionen zu ersparen, ist es grundsätzlich immer ratsam, vor dem Einstieg in das Hobby einen ortsansässigen RC Car Verein zu besuchen. Hier könnt Ihr mit den Mitgliedern sprechen, die Euch gerne wertvolle Tipps und Kaufempfehlungen geben.

Da wir selbst auf unseren Strecken nur im Maßstab 1:10 fahren und in Rennserien wie z.B. der RCK Challenge fahren, basieren natürlich die Empfehlungen auf genau diesen Gegebenheiten. Stand Juni 2026.

 

Im Onroad Bereich, im Maßstab 1:10 sind die Tourenwagen mit Allradantrieb sehr beliebt. Auch wir fahren im Winter in der Turnhalle auf einer eigens aufgebauten Strecke Tourenwagen.

Hierfür kann man guten Gewissens den günstigen Verkaufsschlager Tamiya TT-02 nehmen. Auf dieses Chassis ist sicher jeder, der sich mit dem Hobby beschäftigt, als erstes im Internet gestoßen. Mit diesem Auto kann man ohne irgendwelche großen Investitionen erste Trainingserfahrungen auf der Rennstrecke sammeln. Das Chassis bekommt man in diversen Konfigurationen ab 59 Euro (nackt).

Aktuelle Empfehlung für die ersten Runden, aber auch später in vielen Rennklassen einsetzbares oder sogar vorgeschriebenes Chassis ist der weit verbreitete Execute XQ2S. Hier gibt es auch immer mal spannende Startersets bei RC Kleinkram. Das Auto wirkt erstmal teurer, aber das Geld ist auch ganz schnell in einem TT-02 versenkt.

Man kann natürlich auch gleich von Beginn an highend Wettbewerbsmodelle kaufen, die größtenteils auf Aluminium und Carbon aufbauen. Hier gibt es die verschiedensten Hersteller. Grundsätzlich empfiehlt es sich immer jene Modelle zu kaufen, die vor Ort gefahren werden, um hilfreiche Tipps zum Setup zu bekommen und natürlich auch Ersatzteile.

Mit dem Kauf eines Autos, bzw. Chassis ist es noch nicht getan. Beim Kauf eines TT-02 ist zum Teil eine Grundausstattung wie Motor und Regler dabei. Manchmal gibt es diese auch fahrfertig. Bei Wettbewerbsmodellen muss man noch eine Menge mehr an Zubehör kaufen, da diese immer "nackt" ausgeliefert werden. Für das noch benötigte Zubehör, sowie ggf. die Elektronik, kann man hier keine Empfehlungen auszusprechen. Es gibt etliche Kombinierungsmöglichkeiten und es richtet sich natürlich auch nach den eigenen Ambitionen.

 

Im Offroad Bereich fahren wir bei uns im Sommer überwiegend 1:10er Buggy Modelle mit Heckantrieb. Diese haben den Vorteil gegenüber Allrad-Fahrzeugen, dass diese Autos deutlich weniger wartungsintensiv sind, da natürlich der komplette Antriebsstrang zur Vorderachse nicht vorhanden ist und das Gewicht geringer ist. Nachteile können sein: Schwieriger zu handhaben auf rutschigen Untergründen / bei Nässe. Auch hier gibt es günstige Einstiegsmodelle von Tamiya. Da diese Modelle aber nicht soo überzeugend sind, sollte man sich doch eher nach gebrauchten Wettbewerbsmodellen umschauen oder je nach Vorliebe und Geldbeutel natürlich auch nach Neuen. Hier sind überwiegend die Marken TEAM Associated, Yokomo, Schumacher und Xray vertreten. Am Besten ist man bei uns mit einem Team Associated B7.1 oder seinen Vorgängern aufgestellt. Wenn es doch 4WD sein soll, ist der B84 die richtige Wahl. Diese Modelle sind hier sehr verbreitet. Das hat den Vorteil, dass man beim Setup schnell Hilfe findet. Geht hier mal etwas kaputt, hat mit Sicherheit jemand das passende Teil parat.

Leider gilt auch hier, mit dem Kauf des Autos ist es leider noch nicht getan. Man benötigt noch die Elektronik und weiteres Zubehör, wie Ladegerät und Akku. Da aber jeder seine eigenen, Vorlieben und Ambitionen hat, muss hier separat beraten werden, falls man nicht ein schönes günstiges Komplettpaket bekommt.

Meistens haben sogar Vereinsmitglieder günstig Autos, Ladegeräte etc... an Einsteiger abzugeben.